bin grad am Entlüften der Bremsen an meiner 31K. Die hintere habe ich mittels einer Vakuumpumpe, zurückdrücken der Kolben und Lageänderung des Sattels beim Saugen, Klopfen und so Zeug gut hinbekommen.
Was mich aber zum Nachdenken bringt ist, wenn man den Handbremshebel bis an den Griff zieht, Ihn längere Zeit oder über Nacht mit einem Kabelbinder fixiert, der Druckpunkt sehr viel besser wird.
Ein Effekt dabei ist wohl auch, dass die Kolben nicht mehr so weit durch die Dichtungen zurückgezogen werden, da sich die Dichtringe ein wenig in der Nut verschieben. Ein weiterer ist eventuell, dass große Blasen komprimiert werden, sich dadurch von den Wänden und aus den Winkeln besser ablösen können und dann nach oben steigen und beim Betätigen und Lösen der Bremse in den Behälter plöppen. Die Blasen unten in den Bremssätteln werden wohl den Weg aber nicht auf einmal schaffen. Ein Effekt ist vielleicht auch, dass unter Druck sich Gas(Luft) in Flüssigkeiten löst. Beim Entspannen ist die Lösung aber übersättigt wie beim Sprudel und nach und nach werden sich wohl die Blasen wieder bilden. Spätestens bei heißer Bremse, da sich in der Hitze die Löslichkeit von Gas nochmals verringert. Dies würde auch erklären, warum die Kabelbindermethode nicht ewig hält.
Ich hab aber keine Ahnung welche Effekte wirklich die Ausschlaggebenden sind und bin mal gespannt, wie ich von den Experten zerrissen werde.

Ich finds einfach bissel verückt mit der Kabelbindermethode, aber ein Effekt ist definitiv da und suche nach plausiblen Erklärungen.
Sind da Physiker unter Euch?

Gruß
Olli