Dichtring Bremssattel 1WW

Wenn Schäden auftreten, die in der heilen Welt der Werkstattliteratur nicht

vorkommen, ist guter Rat nicht teuer - Du findest ihn hier.

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Döllinger
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Beitrag von Döllinger »

haha, der is gut !! - normale 12.9er Cool

soweit ich weiß, gibt es die nur in schwarz, d.h. ohne korrosionsresistente Beschichtung.
Ich habe zwar keinen Schimmer, was daran so lustig ist, aber naja.
Das sind ganz normale 12.9er mit der ganz normalen Brünierung, wie die ca. 300 anderen 12.9er die ich noch da habe. Habe mich vor 3 min extra nochmals selbst überzeugt.

Ich kann das morgen gerne mal abfotographieren. Lichtverhältnisse sind jetzt zu schlecht. Evtl. hast du ja auch einen der zig anderen Sättel von Brembo?!?
Gruß,

Bernd

Kleiner Nachtrag: Habe auch blau verzinkte (ab Werk) 12.9er im Haus. Ob das sinnig ist, sei mal dahingestellt. Kann ich auch gerne fotographieren. Für Geld bekommt man fast alles zu kaufen.
Also bitte nicht einfach irgendwas in den Raum stellen. Wenn schon, dann richtig diskutieren.
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kestrel401
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Beitrag von kestrel401 »

Hallo,

möglicherweise meinte Dubbio auch nur, daß er 12.9er Schrauben nicht mehr als "normal" ansieht.

Mit der Sichtweise könnte ich mich im Übrigen auch anfreunden: "Normal" sind für mich 8.8er Schrauben. 10.9 ist schon exotischer und 12.9 doch ziemlich selten.

Ich meine mich auch daran zu erinnern, daß an der Uni von 12.9er Schrauben abgeraten wurde - so nach dem Motto "Wer 12.9er Schrauben braucht, hat die Schraubverbindung falsch dimensioniert". Aber das ist schon lange her...

- Matthias
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dubbio
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Beitrag von dubbio »

Sorry Bernd, wollte mich nicht lustig machen.
mit normal hast hast du wohl 'keine dehnschrauben' gemeint.
hatte ich falsch verstanden.
ansonsten stimme ich krestel zu.

12.9 anwendung kenne ich nur im werkzeugbau.
wegen versprödung oder so sind die meist schwarz brüniert.

aber ich glaube nicht, daß 12.9 an der stelle vorteile bringt.
müßte man mal ausrechnen, wieviel zug die abbekommen in einem bremssattel.
aber ich schätze, da verziehen sich eher die (alu-)gehäuse als die schrauben.
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Döllinger
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Beitrag von Döllinger »

Hi, schon in Ordnung.

Ich glaube auch nicht, dass das Sinn macht in einem Alugehäuse 12,9er Schrauben zu verwenden. Zudem ist das Gewinde recht kurz.
Wenn man die mit ihrem vollen Drehmoment anziehen würde, könnte ich mir vorstellen, dass das Alugewinde ausreißt.
Ist wohl eher was für den Betrachter/Optik.
An meinen Gabelbrücken bin ich extra zurückgegangen auf 8.8er, da hier das nötige Drehmoment die Gewinde nicht so belastet und auch die Spannfläche nicht zu fließen beginnt.

Gruß,

Bernd
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Holliheitzer
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Beitrag von Holliheitzer »

Besser eine 12.9ner als Kabelbinder :wink: .
Ansonsten ist das eh alles Alu bei den Sätteln, da reisst man das Innengewinde auch mit ner 8.8er raus.

Gruß Holli
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Döllinger
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Beitrag von Döllinger »

Das Problem bei hochfesten Schrauben ist, dass das Material der Konstruktion, wenn man sie auf das nötige Drehmoment anziehen will evtl. zu weich ist.
Gerade bei kleinen Pressflächen (weicher Werkstoff fließt oder drückt sich) oder kurzen Gewinde. (wird herausgerissen)

Zieht man die Schrauben aber nicht auf ihr vorgeschriebenes Drehmoment an, kann es sein, dass sie sich z.B durch Vibrationen lockern.
Das könnte man mit Schraubensicherung kompensieren, dann brauche ich aber keine hochfesten Schrauben.
Dehnschrauben sind ja eigentlich nur Schrauben, bei denen der Schaft zu dünn für das Gewinde ist.

Gruß,

Bernd
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kestrel401
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Beitrag von kestrel401 »

Na ja, geht es bei Dehnschrauben nicht eher um eine (mehr oder weniger) definierte Spannkraft? Dadurch, daß man den elastischen Bereich gezielt überschreitet bekommt man ja die recht konstante Kraft der plastischen Verformung. Das Spannungs-Dehnungs-Diagramm verläuft ja dann erst mal ein ganzes Stück horizontal, d.h. zunehmende Verformung bei nahezu gleicher Kraft bzw. Spannung.

Deshalb darf man ja die Dehnschrauben auch nur einmal verwenden - die sind danach plastisch verformt. Der Neuzustand ist somit unwiederbringlich dahin.

- Matthias
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Holliheitzer
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Beitrag von Holliheitzer »

Wenn man das jetzt liest merkt man deutlich, das man sich nur in Deutschland befinden kann :wink: .

Gruß Holli
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kestrel401
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Beitrag von kestrel401 »

Jaa gut. Hast ja Recht. :oops:

Aber "Dehnschrauben sind ja eigentlich nur Schrauben, bei denen der Schaft zu dünn für das Gewinde ist." konnte ich nicht so stehen lassen - diese Aussage geht an der Sache nun wirklich total vorbei. Oder hätte da noch ein Smiley hingehört?

- Matthias
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Döllinger
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Beitrag von Döllinger »

Hi Matthias,

klar hast du da recht! Was ich meinte war, dass die Schäfte bei den Dehnschrauben meist ein wenig dünner sind, sodass der Gewindeteil nicht überlastet wird beim Anziehen. Also nur auf die Bauform/Aussehen bezogen. Wie sie funktionieren war schon klar. Habe mich da wohl seltsam ausgedrückt.

Gruß,

Bernd
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Holliheitzer
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Beitrag von Holliheitzer »

Ihr habt schon recht und in Deutschland wirds eh am Besten gemacht :wink: .
Es ist wie mit der Teflonseele die man nicht schmieren sollte.....aber dennoch tut. Und das auch noch mit Erfolg :lol: .


Gruß Holli
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MS
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Beitrag von MS »

Hallo,
nochmal kurz zurück zu den Flachdichtungen, bei Suzuki gibts die einzeln.
Teile Nr. 69107-34200. Hab die aber noch nicht selbst ausprobiert.

http://classic-motorbikes.net/wp/wp-con ... ywhere.jpg

Grüße
Michael
Friedel
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Beitrag von Friedel »

Bin gerade mit der Überholung der Bremsen an meiner Yamaha und Suzuki fertig.
Im Yamaha Handbuch steht die Backenhälften "NIEMALS LÖSEN".
Ich habe die Bremszangen komplett zerlegt, gereinigt und die O-Ringe beim Zusammenbau wieder verwendet. (Heute würde ich mir die Suzuki O-Ringe besorgen !)
Suzuki schreibt im Handbuch :"DIE BACKENHÄLFTEN TRENNEN UND DIE O-RINGE DURCH NEUE ERSETZEN".
Im Reparatursatz für meine Suzuki waren neue O-Ringe enthalten, im Reparatursatz für die Yamaha waren keine O-Ringe enthalten.
Die alten Suzuki O-Ringe haben die Abmessung 12x6x2 mm.

Friedel
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