Vergaserüberholung RD 250 Typ 1A2

Wenn Schäden auftreten, die in der heilen Welt der Werkstattliteratur nicht

vorkommen, ist guter Rat nicht teuer - Du findest ihn hier.

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Titus95
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Beitrag von Titus95 »

Die Vergaser werde ich jetzt nach dem Ziehen der Düsenstöcke eh nochmal ins Ultraschallgerät legen, um die Sitze der Düsenstöcke nochmal zu säubern.

Das, was man auf den Bildern noch als Verunreinigung ansehen könnte ist einfach nur am Luftsauerstoff angelaufenes Alu (-Legierung), nichts wildes, kann man so mit dem Tuch abwischen.

Das Kügelchem am Lufteintritt habe ich gefunden, ich weiss aber wirklich nicht so recht, ob ich das tatsächlich aufbohren soll. Das hat doch nur Einfluss auf die Leerlaufluft, somit auf das Leerlaufverhalten, aber das war vorher in ungereinigtem Zustand schon sehr stabil.

Gruss Hans
Gruss Hans
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Boxer Markus
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Beitrag von Boxer Markus »

Hallo,

wenn die Bohrung mit dem Verschlußstopfen auf genau 6 Uhr ist, so ist diese für den Düsenstock zuständig.

Prüfen ob die Bohrung frei ist, kann man nicht direkt, man merkt es aber daran, dass der Motor nahe zu lochfrei bescheunigt.
Solange man das original Set Up verwendet.

Generell wird dieses Ultraschall reinigen überbewertet, die ganzen kleinen Geräte die man im Baumarkt kaufen kann sind durch weg für Vergaserreinigung unbrauchbar - viel zu wenig Leistung !
Da reinigt das zugegebene Reinigungsmittel das meiste.

Normal braucht das auch kein Mensch, der wie wir Hobbyschrauber ist.

Den Vergaser in ein gutes Reinigungsmittel, mit heißem Wasser eingeweicht, oder mal anständig in Diesel ausgekocht, bringen oft mehr.

Wer dann noch danach mal anständig mit dem Gartenschlauch Wasser durch alle Bohrungen spült, bekommt fast alles raus.
Danach anständig mit Pressluft drauf "Flöte" gespielt und wirklich jede , aber auch wirklich jede Bohrung im vollständig zerlegten Vergaser durchgepustet.

Danach sind 99,9% sauber, jedenfalls war das bisher bei mir so.

Aber wenn der Schmodder richtig fest hinter dem Stopfen sitzt, hilft nur ausbohren und wieder verschließen.
Gruß BoxerMarkus
Flory
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Beitrag von Flory »

Hallo Uwe, hatte das Problem vor drei Monaten mit Vergasern vom Typ 522, RD 250 Bj.75. Im Standgasbereich extremes Überfetten, Luftregulierschraube keine Funktion. Nach Schiebebetrieb aus mittlerer Drehzahl ( Gasschieber schließen vor Ortseingang) ist der Motor ausgegangen. Zündkerzen waren nass. Habe die Vergaser nochmals zerlegt und 4 Stunden in Vergaserreiniger eingelegt, danach mit Bremsenreiniger gespült und mit Pressluft ausgeblasen. Danach keine Probleme mehr. Hätte es so nicht funktioniert, hätte ich die Kugel auch ausgebohrt. Doch nur um zu kontrollieren, ob alles sauber ist, bohre ich die Kugeln nicht aus.
Muss aber vielleicht nicht immer funktionieren, doch der Versuch war es wert.

Gruß Flory
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Kilroy
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Beitrag von Kilroy »

Also hast Du den Schmodder auch nicht gesehen, sondern nur daraus dass es jetzt geht geschlossen dass alles dreckig war, oder?
Und ich dachte schon Du wärst Da reingekrochen ... :lol:

Gruß Uwe
Mit einem Gruß aus dem Westen
*** Ein richtiges Motorrad braucht nur 2 Ventile. Eins am Vorder- und eins am Hinterrad. ***

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Flory
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Beitrag von Flory »

Hallo Uwe, ich nicht. Das macht der Reiniger für mich, der kommt da ohne Probleme hin. Wie Boxer Markus schon sagt, ein guter Reiniger tut es mitunter auch. Auch ohne Ultraschall!

Gruß Flory
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Hiha
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Beitrag von Hiha »

Die Luftdüse hinter der Kugel ist nicht nur für den Leerlauf. Bei mir war speziell der Übergang beim Beschleunigen katastrophal.
Wie schon weiter oben geschrieben: Ich hab die Kugel durch einen wieder herausnehmbaren Stöpsel ersetzt, und nach vier Jahren festgestellt, dass das kein überflüssiger Luxus war...
Ich würd auf alle Fälle mal dahinter nachschauen, denn sowohl ein Profi-Ultraschallbad, als auch ein spezieller Vergaserreiniger, als auch Einlegen in heisses Petroleum (puh, Gestank..) haben diesen Dreck NICHT gelöst, weil das überwiegend Oxidbrocken waren.

Jetzt liegts an Dir.

Gruß
Hans
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