RD250LC springt unwillig an und geht in warmem Zustand aus

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georg_horn
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Re: RD250LC springt unwillig an und geht in warmem Zustand aus

Beitrag von georg_horn »

Am 3 Monate alten Sprit liegt es sicher nicht, auch nicht wenn es E10 sein sollte. Die leichte Verbesserung dürfte auf den Austausch des defekten Chokeschlauches zurückzuführen sein. Guck mal ob noch mehr Sachen undicht sind. Ansaugstutzen, Fussdichtungen, KW-Siris.
Ich suche jetzt trotzdem nach meinem alten Stator mit der defekten Impulsspule, bin mir aber ziemlich sicher, dass der Fehler nicht dort zu suchen ist.
Wie sang Meat Loaf? You never can be to sure about the girl...
Hat evtl. jemand eine CDI, die er mir zum Testen borgen könnte oder eine Idee für weitere Nachforschungen?
Alles prüfen und richtigmachen oder probeweise tauschen.

Das mit dem im Backofen _ver_wärmen sollte hauptsächlich ein Scherz sein weil vorher schon wieder von verbauen die Rede war. Es muss natürlich einbauen und erwärmen oder warmmachen heissen, bezeichnend daß das keinem aufgefallen ist... ;-)

Dennoch denke ich wenn man es so testen will, muss man die Lima ausbauen und komplett im Backofen erwärmen, damit sie auch insgesamt warm wird wie im Motor und auch der Eisenkern sich ausdehnt. Mit dem Fön da reinblasen bringts ned. Bis zu 80 oder 90 Grad muss die imho mindestens aushalten, so warm wirds in einem Viertakter auch.
Gruss,
Georg

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Re: RD250LC springt unwillig an und geht in warmem Zustand aus

Beitrag von trichtex »

Moin Stefan!
StefanLZL hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 12:22 44V AC erscheinen mir aber schon wenig, da sollte schon eine dreistellige Zahl zu sehen sein.
Dreistellig wurde während der gesamten Messfahrt nicht erreicht. Da war bei etwa 80 V Schluss. Allerdings ist das verwendete Billigmultimeter für 50 Hz-Wechselspannung ausgelegt und zeigt den Effektivwert an. Der Scheitelwert einer sinusförmigen Wechselspannung ergibt sich zu Effektivwert * √2. Das wären dann 62 V. Der Spitze-Spitze Wert ist doppelt so hoch, wie der Scheitelwert, hier also 124 V. Weil der Wicklungswiderstand passt, vermute ich, dass die Ladespule die passende Spannung liefert. Ist halt die Frage, welcher Spannungswert gemeint ist.

Zudem ist es, wie gesagt, ein Billigmultimeter, das auf Wechselspannungen mit 50 Hz ausgelegt ist. Solche Teile zeigen bei höheren Freuqenzen meist Mist an. Bei einer Leerlaufdrehzahl von 1250 U/min erzeugt unsere Lichtmaschine aufgrund der 6 Polpaare des Polrades bereits eine Spannung mit einer Frequenz von 125 Hz. Bei 6.000 U/min sind es bereits 600 Hz. Das Ziel der Messfahrt waren auch keine genauen Messwerte sondern die Prüfung, ob sie sich während der schlechten Gasannahme bzw. des Absterbens verändern.
georg_horn hat geschrieben: Di 8. Sep 2026, 16:32 Alles prüfen und richtigmachen oder probeweise tauschen.
Ich habe eine gebrauchte CDI bestellt. Meinen alten Lichmaschinenstator, dessen Impulsspule sich noch nicht selbst repariert hat, habe ich auch wieder ausgegraben, der Polradabzieher liegt bereit. Sobald die CDI hier ist, wird geschraubt, probegefahren und ggf. nochmal geschraubt. Und natürlich berichtet.

Liebe Grüße

Gunther
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georg_horn
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Re: RD250LC springt unwillig an und geht in warmem Zustand aus

Beitrag von georg_horn »

Wer misst, misst Mist... Welchen Widerstand soll die Ladespule denn haben? Nach meiner Erfahrung kann man mit der Widerstandsmessung einen Fehler nicht eindeutig feststellen. Wir hatten die Drehstrom-Lima an einer Kawa Turbo kaputt, die Widerstandsmessung zwischen je 2 der drei Phasen ergab überall ca 0,6 Ohm aber die Spannungsmessung bei laufendem Motor ergab bei einem Phasenpaar 0 Volt, bei den anderen beiden jeweils - weiss nicht mehr - xx Volt im Leerlauf. Wenn man die Prüfspitzen direkt aneinander gehalten hat, hat man schon 0,3 Ohm, die 0,6 Ohm waren also zweimal der Übergangswiderstand von der Prüfspitze auf den Draht...
Gruss,
Georg

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Re: RD250LC springt unwillig an und geht in warmem Zustand aus

Beitrag von trichtex »

Moin!
georg_horn hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 09:26 Nach meiner Erfahrung kann man mit der Widerstandsmessung einen Fehler nicht eindeutig feststellen.
Stimmt. Insbesondere bei thermischen Fehlern ist das schwierig. Deshalb habe ich ja auch während des Betriebs eine Spannungsüberwachung durchgeführt.
georg_horn hat geschrieben: Mi 9. Sep 2026, 09:26 Wir hatten die Drehstrom-Lima an einer Kawa Turbo kaputt, die Widerstandsmessung zwischen je 2 der drei Phasen ergab überall ca 0,6 Ohm aber die Spannungsmessung bei laufendem Motor ergab bei einem Phasenpaar 0 Volt, bei den anderen beiden jeweils - weiss nicht mehr - xx Volt im Leerlauf.
Für die Widerstandsmessung der Phasen braucht es schon ein Milliohmmeter oder eine Messbrücke und selbst dann sind die Ergebnisse mit Vorsicht zu genießen. Da die Statorwicklungen in Sternschaltung ohne Massekontakt aufgebaut sind, werden immer zwei Wicklungen in Reihe gemessen. Ist eine Wicklung durchgebrannt, ist das Messergebnis eindeutig, hat sie jedoch einen Windungsschluss, ist die Interpretation des Messwertes schon schwieriger. Aussagekräftiger ist hier tatsächlich die Spannungsmessung.

Unterwegs ohne Messgerät tun es dafür auch ein paar in Serie geschaltete Glühlampen...

Liebe Grüße

Gunther
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